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Spannung pur
und schon wieder so eine Siebenmeter:
TVO-Handballer trennen sich 32:32 von Neckarsulm
18.02.2012 Backnanger
Kreiszeitung
Das 25. TVO-Heimspiel in der Sporthalle Oberbrüden
bot Spannung pur. Der TV Oppenweiler lieferte sich mit
dem Dritten Neckarsulmer Sport-Union ein heißes
Württembergligaduell. Der TVO gab sieben Tore Führung
aus der Hand, lag dann lange hinten und hatte doch den
Sieg vor Augen. Simon Binder vergab kurz vor dem Ende
jedoch einen Strafwurf.
In der ersten Halbzeit spielten Oppenweilers Handballer
stark. Sie ließen den Ball gut laufen und kamen so zu
zahlreichen Torgelegenheiten. Die Neckarsulmer hielten
durch die Treffer ihrer Außenspieler Torben Wiedner und
Moritz Kerner bis zum 6:7 mit, dann setzte sich der TVO
zielstrebig ab. Hannes Stahl und Robin Czapek trafen aus
dem Rückraum. Häufig kamen die Grün-Weißen auch durch
Kontertore zum Erfolg. Simon Binder verwandelte einige
Siebenmeter sicher. Nach 20 Minuten stand es 13:7, wenig
später hatten die Sturmfederhandballer beim 17:10 sogar
einen Vorsprung von sieben Toren. Es sah gut aus für den
TVO, der sich dann aber einige Fehlwürfe zu viel
leistete. Weil Neckarsulms Rückraumspieler Clemens
Borchardt nach anfänglichen Schwierigkeiten nun traf,
rückte sein Team auf 18:15 heran. Doch Oppenweiler hatte
das letzte Wort. Wieder nutzte Binder eine
Strafwurfgelegenheit - 19:15 zur Pause. Bis dahin ein
feiner TVO-Auftritt, nur: Der Vorsprung fiel zu gering
aus.
Nach Wiederanpfiff nahmen sich die Gastgeber aber eine
Auszeit. Sie versuchten sich im Angriff zu häufig mit
Einzelaktionen, einige Würfe waren (zu) überhastet.
Anders die Neckarsulmer. Sie setzten Borchardt ein ums
andere Mal in Szene. Er allein sorgte für den
19:19-Ausgleich, dann auch für die 21:20-Führung per
Siebenmeter. Doch Oppenweilers Handballer wachten gerade
rechtzeitig wieder auf, sie nahmen den Kampf wieder an.
Als Neckarsulms Ralf Schümann eine Zeitstrafe abbrummte,
eroberte Binder die Führung für die Einheimischen
zurück. Und mit zwei Toren in Unterzahl setzten sich die
Sturmfederhandballer sogar noch einmal ab - 26:23 nach
43 Minuten. Doch wenig später hatten die Gäste um ihren
Trainer Ergin Toskic schon wieder ausgeglichen. Kurz
darauf lagen sie erneut vorne, 28:27 durch Moritz
Kerner.
Es entwickelte sich eine nervenaufreibende Schlussphase.
Neckarsulm legte vor, Oppenweiler glich aus. Die
Gastgeber hatten bange Momente zu überstehen, beim 29:30
drohte ein höherer Rückstand. Keeper Stefan Merzbacher
parierte zweimal glänzend. Eigentlich stand die
TVO-Abwehr in dieser Phase wieder besser, doch sie fing
sich ärgerliche Tore ein. Dies galt besonders für das
30:31 drei Minuten vor dem Ende, als der TVO in
Erwartung des Zeitspielpfiffs die Mitte entblößte und Silas Holzapfel völlig ungehindert vom Kreis einwarf.
Immerhin konnte Stahl postwendend egalisieren, ehe
Borchardt - wiederum in Zeitspielnot - die Gäste
letztmals in Führung brachten. Doch auch darauf hatte
Oppenweiler in Form eines Tores von Jakob Jungwirth die
passende Antwort parat. Und als die Gäste verwarfen, bot
sich dem TVO die Chance zum Siegtor.
Oppenweilers Trainer Bernhard Scheib zückte die grüne
Karte, bat zur Auszeit. Dann kam der Ball zu Kreisläufer
Julian Diederich. Er wurde wohl am Torwurf gehindert,
die Unparteiischen entschieden kurz entschlossen auf
Siebenmeter. 20 Sekunden vor dem Ende die Riesenchance
für den TVO, vielleicht schon zum Siegtor. Simon Binder,
zuvor acht Mal ohne Fehl und Tadel, scheitert nun aber
an NSU-Torwart Maximilian Kerner. Aus der Traum vom
Siegtreffer. Stattdessen gab es gar noch bange Sekunden.
Doch auch Neckarsulm brachte nur noch einen direkten
Freiwurf zu Stande. Borchardt versuchte es, Merzbacher
war zur Stelle. Es blieb beim 32:32. Und schon zum
zweiten Mal in dieser Jahr hat der TVO an jenem
unheilvollen Tor in Oberbrüden, von der Tribüne aus
links, mit einem verworfenen Strafwurf in den
Schlusssekunden einen Sieg verpasst.

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Siebenmeterpech: Simon Binder scheiterte mit dem
finalen Wurf. |
Foto: F. Riegraf |
TV Oppenweiler
- Neckarsulmer Sport-Union
Samstag,
18. Februar (20 Uhr),
Sporthalle Auenwald-Oberbrüden |
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32:32 |
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TV
Oppenweiler: |
Stefan
Merzbacher, Marcel Wolf; Simon Binder
(14/8), Robin Czapek (3), Julian
Diederich (1), Sebastian Forch (2),
Florian Frank (4), Jakob Jungwirth (2),
Per Laukemann (n.e.), Kai Sonnenburg (n.e.),
Hannes Stahl (6), Sebastian Frank (n.e.),
Ralf Hübl (n.e.).
- Trainer: Bernhard Scheib und Dirk Hail.
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NSU
Neckarsulm: |
Maximilian
Kerner, Martin Gola; Clemens Borchardt
(14/6), Christian Gerber (4), Max Kühner
(1), Silas Holzapfel (3), Ralf Schümann,
Torben Wiedner (3), Moritz Kerner (5),
Jonas Kaufmann, Henning Tittel (2). - Trainer:
Ergin Toskic.
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| Schiedsrichter: |
Konstantin
Geis (Magstadt) und Jörg Hanselmann
(Magstadt).
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| Siebenmeter: |
8/9 : 6/7 (S. Binder scheitert an Kerner
- Holzapfel scheitert an Merzbacher).
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| Zeitstrafen: |
4:12 Minuten (Czapek/zweimal -
Gerber/zweimal, Schümann/zweimal,
Kaufmann/zweimal).
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| Spielfilm: |
3:1, 7:6,
10:7, 17:10, 19:15 - 20:21, 26:23,
27:28, 32:32.
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Stimmen
zum Spiel
TVO-Trainer Dirk Hail: »Die
Einstellung unserer Mannschaft hat zu 100
Prozent gestimmt. Die erste Halbzeit war
sicherlich eine der besten in dieser Runde.
Dass es gegen den Drittplatzierten aus
Neckarsulm trotzdem eng bleibt, mussten
befürchtet werden. Und in den Minuten nach
der Pause haben wir selbst dazu beigetragen,
denn wir haben unsere spielerische Linie
verloren und oft überhastet auf das Tor
geworfen hat. Da haben wir uns um den Lohn
unserer Arbeit gebracht. Für unser Team
spricht, dass wir danach wieder ins Match
gefunden haben. Die Schlussphase war dann
nichts für Zuschauer mit schwachen Nerven.
Letztlich wäre ein knapper Sieg für uns
vielleicht nicht unverdient gewesen, doch
mit Siebenmetern in den entscheidenden
Momenten haben wir es hier in der Sporthalle
in Oberbrüden wohl ganz offensichtlich
nicht.«
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